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Reisebericht Mauritius – eine Fernreise mit zwei Kleinkindern

19. Juni 2019

Enthält Werbung durch Markennennung

„Ich will nochmal im Frühjahr weg.“, sagte ich zu meinem Mann Andre. „Aber nicht Malle. Nicht Kreuzfahrt. Ich will mal was ganz anders machen.“ So oder so ähnlich waren meine Worte. Als Touristikerin, die auch schon viel gesehen hat, kann ich mich dem Drang noch mehr zu sehen irgendwie nicht entziehen. Auch nicht mit zwei kleinen Kindern. Meine Tochter die zu dem Zeitpunkt drei war und der Jüngste ein Jahr, sollten natürlich nicht zuhause bleiben. Also wagen wir das Abenteuer Fernreise mit Kindern zum ersten Mal.

Aber wieso zur Hölle denn Mauritius?

Vielleicht kurz und knapp zu unserer Entscheidungsfindung: wir wollten ein familienfreundliches Badeziel im Fern Bereich mit gutem Wetter. Karibik ist da schon schwierig im Mai und Kuba kennen wir. Asien kennen wir ebenfalls, bleibt Indischer Ozean, denn alles afrikanische kam wegen der Malaria Prophylaxe nicht infrage mit den Kids. Ach und zu Herr Trump fahre ich sicher nicht.

Im Indischen Ozean hatten wir dann die Wahl zwischen Seychellen (sau teuer), Sri Lanka (viel zu sehen und für uns eher zu viel mit den Kids. Und ich fliege nirgendwo hin wenn ich mir dann nicht auch alles ansehe, was sehenswert ist). Wir überlegten eine Weile zwischen Mauritius und den Malediven – letzteres wurde es dann aber nicht, wegen dem Transferflug bzw dem Bootstransfer. Für die Malediven fliegt man immer erst mal nach Mahe, der Hauptinsel, und dann weiter auf seine Urlaubsinsel mit dem Boot oder dem Wasserflugzeug. Fand ich nicht so cool mit den Kids, daher wurde es Mauritius.

Mauritius klimatisch

Mauritius ist ein Ganzjahresziel, wobei es nur Sommer und Winter gibt und unsere Jahreszeiten genau spiegelverkehrt sind. Also Mai bis Oktober ist dort Winter, was ein feuchtes Klima mit Wind um die 26 grad bedeutet und November bis März hast du dann den trockenen, sehr heißen Sommer. Regenschauer gibts immer mal, im Winter natürlich mehr. Die sind aber kurz und warm und haben uns nicht gestört. Ich fand das Klima absolut angenehm und die Hitze sehr gut zu ertragen. Als wir nach Deutschland zurück kamen und 30 grad und pralle Sonne hatten, hatte ich mehr Probleme.

Langstreckenflug mit zwei Kleinkindern

Das Totschlagargument so eine Reise nicht zu machen, ist ja meist der Flug. Das möchte ich hier direkt einmal entkräften. Wir haben Hin 11h und Rück 11,5h mit der Condor gebucht. Hin war ein Nachtflug, was einfach wundervoll war. Wir sind 16Uhr in den Flieger, dann waren die Kinder ca bis 20Uhr wach und dann sind sie eingeschlafen und erst bei der Landung wieder aufgewacht. Wir hatten aber auch eine sehr nette Stewardess die uns die freie 3er Reihe vor uns zusätzlich zur Verfügung gestellt hat. So saß immer ein Erwachsener und ein Kind lag über zwei Sitze und hat geschlafen.

Der Rückflug war tagsüber, und ja, das hat sich ziemlich gezogen. Die Kinder haben kaum geschlafen, wir haben wirklich nur unsere gebuchten drei Sitze zur Verfügung gehabt. Aber es ging. Also, es waren jetzt nicht die elf wundervollsten Stunden meines Lebens, ich musste ziemlich viel bespaßen und unterhalten, das Tablet war mein Retter – aber es hat auch keiner geheult.

Jetkids Koffer saves the day

Gerade auf dem Rückflug hat uns der Jetkids Koffer echt geholfen, den hatten wir an dem Sitz in der Mitte montiert und so saßen beide Kids eingekuschelt, Beine ausgestreckt auf dem Mittelsitz und konnten ein bisschen Tablet schauen, Essen und Spielen.

Besonders hilfreich war der Koffer aber auch auf dem Flughafen. Wir hatten ja nur einen Buggy, da saß der Jüngste drin. Und die Große haben wir auf den Jetkids gesetzt und gezogen. Damit war sie auch „unter Kontrolle“ und ist mir nicht im Terminal weg geflitzt o.ä. Zudem passt neben der Matratze, einer Decke und einem Kopfkissen auch noch jede Menge Spielzeug und Bücher in den Koffer. Also gerade auf einem Langstreckenflug und gerade wenn ein Kind von Zweien noch keinen Sitzplatzanspruch hat – ein absolutes Muss!!

Hotel und Kulinarik

Nach ca einer Stunde Transfer kamen wir dann in unserem Hotel, dem C Mauritius an. Hier habe ich schonmal eine kleine Rezension zum Hotel geschrieben, was ich wirklich nur empfehlen kann. Wir wurden ganz lieb mit warmen Handtüchern zum erfrischen begrüßt, dann haben alle gleich mal was zu trinken bekommen und obwohl es früh am Morgen war, wurde unser Zimmer auch gleich zur Verfügung gestellt. Als sie fragten ob wir irgendwas außer dem Reisebett für den Kleinen brauchten, sagte ich aus halb-Spaß das ein Töpfchen nett wäre, das brauchen wir ja für windelfrei. Bäm – nach fünf Minuten auf dem Zimmer wurde uns ein Toilettensitz gebracht. In einem Hotel das sich eigentlich gar nicht damit schmückt besonders familienfreundlich zu sein. Und trotzdem habe ich dort mehr Familienfreundlichkeit erfahren als in manchen anderen Resorts die das von sich selbst behaupten.

Alle Mitarbeiter waren unglaublich lieb mit den Kindern, haben immer Verständnis gehabt, sie durchs Restaurant getragen, sie am Buffet bedient und uns wirklich immer das Gefühl gegeben, auch mit Kindern sehr erwünscht zu sein. Beim Essen kam regelmäßig der Restaurantchef und erkundigte sich ob die Staff etwas extra kochen oder pürieren soll. Wir haben und machen ja BLW, insofern brauchten wir das alles nicht und das Buffett war sehr reichhaltig. Aber zb im Vergleich zu Mein Schiff, wo ich einmal eine halbe Stunde für nen Brei gewartet habe, der steinhart und kalt kam… da liegen Welten dazwischen.

Ausflüge

Auf Mauritius gibt es viel zu sehen und wir wollten auch mit den Kids nicht auf alles verzichten. An jedem Sonntag und Mittwoch ist in Flacq, das ist ca 20min von Belle Mare entfernt, ein traditioneller Wochenmarkt. Es ist laut, es ist lustig, es ist das pure einheimische Leben auf Mauritius. Wir haben Kleider für uns Mädels gekauft, Obst probiert und geröstete Erdnüsse gekauft. Was man vielleicht wissen muss: Man ist dort locker der einzige Tourist. Ich persönlich mag das so und meide eher die stark touristisch frequentierten Orte. Alle waren aber super freundlich und wir wurden oft angesprochen, also gerade die Kinder.

Ich weiß die meisten Europäer können das nicht so ab, aber auf Mauritius ist es ganz normal auch fremde Kinder anzufassen, im Gesicht zu streicheln usw. Gerade unser Jüngster wurde sehr oft angefasst. Wir dürfen das als Wertschätzung und Freundlichkeit sehen.

Später in der Woche haben wir noch ein Taxi gemietet, das auch Kindersitze gestellt hat, und sind in den Black River Großes Nationalpark gefahren. Die Vegetation ist wundervoll und meine Tochter war sich sicher, dass wir in einen Dschungel sind und vielleicht einen Tiger treffen 😉 Eigentlich waren es aber nur sehr viele Vögel, Insekten und es soll wohl Affen geben. Die haben wir aber Gottseidank nicht gesehen.

Anschließend sind wir noch zum Grand Bassin gefahren, an dem der Tempel Ganga Talao steht mit riesenhaften hinduistischen Figuren und Statuen. Es war sehr beeindruckend und ich finde es wundervoll, wie Mauritius zeigt dass verschiedenste Religionen friedlich koexistieren können. Auf Mauritius finden sich Hindus, wie Moslems wie auch Christen.

Sonnenschutz

Die Sonne scheint, wie zu erwarten, natürlich sehr intensiv auf Mauritius. Wir haben uns mit UV Anzügen und Sonnencreme vorher ausgestattet und dort dann sehr gute Erfahrungen gemacht. Das Nonplusultra sind die Anzüge von frugi über Hug and Grow sowie die Sonnencreme von das Boep. Ich habe aber auch zb die Jean & Den Sonnencreme zum sprühen, sowie die Meeressonnencreme von Paedi Protect mit gehabt und mich mal durch probiert. Ich fand alle sehr gut vom Auftragen und Wirkung und würde dann wirklich nur nach Inhaltsstoffen weiter bewerten und die passende für mich auswählen.

Fazit

Würde ich wieder einen Langstreckenflug mit kleinen Kindern machen? Definitiv. Ich hatte schon gute und schlechte Flüge, egal wie lang wir geflogen sind. Der absolute Horror Flug war mal ein Flug aus der Türkei. Im Endeffekt weiß man eben nie, wie die Kinder sich verhalten werden. Wie die Laune an diesem Tag ist – usw usw. Aber ich bin mir sicher wenn man selbst als Eltern entspannt ist (oder zumindest so tut 😉 ) Dann überträgt sich das auch auf die Kinder und man kriegt das alles auch irgendwie gewuppt.

Wo seid ihr schon mit euren Kindern hin geflogen? Oder seid ihr lieber mit dem Auto unterwegs?

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Reisen

admin admin

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